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Was ist Reiten? 

Gutes Reiten zeichnet sich durch Harmonie, Feinfühligkeit und Eleganz aus. Eins zu werden mit dem Partner Pferd.

Jeder kann das Ziel erreichen.

Jedes Pferd kann dies erlernen. Es werden von der Anatomie her zwar Grenzen gesetzt, aber nichts desto trotz.

Warum Dressur?

Die Dressur vermittelt das Können, mit Leichtigkeit, Harmonie und 50g Gewicht in den Händen des Reiters in allen Grundgangarten über den Platz zu schweben.

Eine alte Weisheit sagt: Ein Reiter bleibt ewig ein Schüler, denn man lernt niemals aus.

Voraussetzungen:

Geduld!

WICHTIG: Ohne Fleiß kein Preis, man darf keine Wunder erwarten und vor allem muss man die Geduld für die nötige Ausbildung mitbringen

Oft haben Pferde Schwierigkeiten sich auszubalancieren, mit zusätzlichem Reitergewicht wird das Problem oft verschlimmert. Jungen Pferden ist es regelrecht unmöglich geradegerichtet auf einer Bahn zu laufen, da das Pferd eine natürliche Schiefe von Geburt an hat und diese erst im Laufe der Zeit mit entsprechenden Trainingsübungen korrigiert werden kann.

Ständiges geradeaus Reiten mit stetiger Belastung der Vorderhand können zu irreparablen Schädigungen führen. Pferdefreundliches Reiten, auf die natürlichen Bewegungsabläufe des Pferdes abgestimmt, verhindert Überforderungen sowie Schädigungen.

 

Schon im Kopf des Reiters beginnt der Unterricht:

Das Pferd ist ein Flucht- und Herdentier, das Jahrhunderte in der Steppe zubrachte. Es hatte die Möglichkeit sich 24 Stunden täglich zu bewegen und bei Bedarf auch 24 Stunden lang Nahrung in kleinen Mengen auf zunehmen. Der Verdauungstrakt ist dementsprechend ausgelegt. Die Nahrung bestand aus rohfaserreicher Kost. Erst der Mensch machte es zum Körnerfresser. Man suchte nach einer Alternative, dem Pferd in möglichst kurzer Zeit die nötige Energie zuzuführen. 

1. Wie sehen die Haltungsbedingungen meines Pferdes aus? Artgerecht mit viel frischer Luft, ausreichend Bewegung, Sozialkontakt zur Artgenossen, usw.

2. Passt der Sattel? Wird die Passgenauigkeit alle zwei Jahre vom Sattler geprüft? Der Pferderücken verändert sich ständig. Bei jungen Pferden sollte der Sattler 1-2 mal pro Jahr zur Überprüfung kommen.

3. Passt das Gebiss (Trense) oder ist es zu groß oder zu klein? Hat es scharfe Kanten oder ist es verrostet?

4. Wie kann ich besser reiten lernen? Wie ist es möglich die Vorderhand durch vermehrtes Untertreten der Hinterhand zu entlasten?

5. Wie wichtig ist ein entspannter gesunder Rücken meines Pferdes?

6. Wie wichtig ist die Gymnastisierung meines Pferdes?

 

Was ist Durchlässigkeit?

Ein Pferd spricht willig auf die Hilfegebung des Reiters an. Es entzieht sich nicht den Hilfen des Reiters.

Es lässt eine Rahmenverkürzung bzw. Rahmenerweiterung zu, es lässt sich mehr versammeln, bzw. die Tritte lassen sich verstärken.

Was ist Geschmeidigkeit?

Das Pferd ist auf der Linken wie auf der Rechten Hand gleich biegsam. 

Was ist Lockerheit?

Das Pferd läuft locker und entspannt, nicht nervös und angespannt, so das die Durchlässigkeit Takt und Schwung nicht darunter leiden.

Wenn ein Pferd geistig oder Körperlich überfordert wir verliert es die Lockerheit und wird verspannt.

Ein verspannter Reiter wird nie das Pferd zur Lockerheit bringen können.

Das Pferd muss vorsichtig aufgewärmt werden um die Lockerheit  erreichen zu können.

 

Was ist die Lastaufnahme mit der Hinterhand?

Das Pferd wird mit Hilfe gymnatisierender Übungen dazu gebracht die Kruppe abzusenken, die Bauchmuskel anzuspannen, damit mehr den Rücken zu heben und somit mehr Last mit der Hinterhand aufzunehmen. Die Kruppe wird abgesenkt und es entsteht eine vermehrte Hankenbiegung. Die Muskulatur muss erst langsam aufgebaut werden. Die Vorderhand wird dadurch entlastet, die Hinterhand soll vermehrt als Tragkraft eingesetzt werden.

 

Übungen für das Pferd:

Reiten mit Schwung und Takt,

Zirkel,

Volten,

Rückwärtsrichten,

Hinter- und Vorderhandwendungen,

Schulterherein,

Schenkelweichen,

Travers,

Renvers,

Cavalettiarbeit.

Das Pferd sollte zunächst lernen, fleißig vorwärts abwärts geritten zu werden. Es sollte den Spaß an der Arbeit nicht verlieren und seinem Menschen vertrauen.

Ziele des Reiters

Losgelassener Sitz,

Feinfühlige Hilfegebung der Schenkelhilfen, Gewichtshilfen, Zügelhilfen,

Unabhängige ruhige Hände,

Ruhige Schenkellage,

Keinerlei Dominanzprobleme mit dem Pferd.

Wie kann ich mein Pferd noch bewegen?

Koppel,

Longieren auch mit Doppellonge,

Freispringen,

Cavalettiarbeit,

Bodenarbeit.

Am Ende sollte immer das Wohl des Pferdes im Vordergrund stehen.