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 Glucosamin

Dosierung: 0,5 Gramm auf 50kg Lebendgewicht

Glucosamin gegen Entzündungen

Bekannt ist inzwischen das Extrakte aus Haifischknorpel oder Grünlippiger Muscheln Entzündungen reduzieren und Gelenkknorpel wieder aufbauen können. 

Sie werden wegen ihres Anteiles an den Wirkstoffen Glucosaminglycan und Mucopolysachariden zur Therapie bei Gelenksproblemen und zur Reduktion von Entzündungen angeboten.

Die Bioverfügbarkeit dieser Substanzen liegen im günstigen Fall bei 8%. Bei Glucosaminsulfat liegt die Bioverfügbarkeit bei 98%.

Warum die Biologische Verwertbarkeit von Glucosaminglycan so gering ist?

Ein Baustein von Glucosaminglycan ist Condroitin Sulfat. Dieser besteht aus einer Aneinanderreihung von Glucosaminsulfat-Molekülen, die mit Zuckermolekülen verbunden sind. Die Moleküle von Glucosaminglycan sind wegen dieser Aneinanderreihung so groß, dass sie nur schlecht über die Darmwand in die Blutbahn gelangen.

Speziell über die Giftbelastung von Grünlippiger Muschelextrakte wird in letzter Zeit immer häufiger diskutiert. Eine kleine Auster pumpt täglich ca. 1000 Liter Wasser durch ihren Körper. 

Weniger bekannt ist der Wirkstoff Glucosaminsulfat, doch dieser kommt verschlüsselt in Haufischknorpel oder Muschelextrakten vor. Glucosaminsulfat ist eine natürliche Substanz, welche in hoher Substanz in den Strukturen der Gelenke vorkommt.

Glucosamin ist ein Aminozucker, der im menschlichen Organismus zu finden ist, speziell in Knochen und Knorpeln. Wir nehmen einen Teil Glucosamin aus der natürlichen Nahrung auf, da es hier in geringem Umfang enthalten ist.

 Arthrose und Osteoarthritis

Die Hauptwirkung von Glucosamin ist die Bildung von Knorpelsubstanz. Es stimuliert die Produktion von Wirkstoffen, welche zur Reparatur der Knorpel benötigt werden.

 

Verschiedene wissenschaftliche Studien (Lancet Studie, wurde in der Ärtztezeitschrift The Lancet veröffentlicht) haben gezeigt, das der Körper im Alter seine Fähigkeit verliert, ausreichende Mengen Glucosamin zu produzieren. Als Folge kann der Knorpel in den Gelenken nicht mehr ausreichend Wasser speichern und verliert die stoßabsorbierende Wirkung.

Mehrere medizinische Studien bestätigen, dass Glucosamin nicht nur die Knorpelsubstanz regeneriert sondern es reduziert auch Entzündungen und Schmerzen.

 

Es ist zwar keine schmerz- oder entzündungshemmende Substanz wie Aspirin, Ibuprofen oder andere Rheumatika. Die therapeutische Bandbreite ist 10 bis 30 fach günstiger zu sehen, als herkömmliche Antirheumatika. Da es kein Schmerzmittel ist, benötigt es eine gewisse Zeit bis sich positive Wirkungen einstellen. Bei längerer Einnahme ist der schmerzreduzierende Effekt besser als bei der Ibuprofen Einnahme.

Heutiges modernes Glucosaminsulfat wird über Fermentation aus Pflanzenstoffen gewonnen.

Reines Glucosaminsulfat ist aus der klinischen Perspektive gesehen sehr wirksam. Als tägliche Dosis wird 1500mg zu den Mahlzeiten empfohlen.

 

WISSENSWERTES:

In den wissenschaftlichen Studien werden keine nennenswerten Nebenwirkungen erwähnt. Es wird jedoch beschrieben, dass einzelne Personen Magenbeschwerden gemeldet haben; dies ist jedoch nur äußerst selten vorkommende Nebenwirkung. Da Glucosamin zum Teil noch aus Schalentieren gewonnen wird, wird Personen mit einer Schalentierallergie davon abgeraten, das Produkt zu verwenden. Das gleiche gilt für Schwangere oder Stillende. Diabetiker müssen bei der Einnahme von Glucosamin den Blutzuckergehalt aufmerksam beobachten. Da Glucosamin wie erwähnt bereits in größeren Mengen im Organismus und in unserer täglichen Nahrung zu finden ist, handelt es sich nicht um einen Fremdstoff, sondern um ein Nahrungsergänzungsmittel.

Glucosaminsulfat gehört zu den "Slow Acting drugs in Osteoarthritis" (SADOA), die Untersuchungen zufolge nicht nur symptomatisch wirken, sondern auch den Arthroseprozess am Knorpel hemmen können. In einer kontrollierten Studie mit 212 Patienten mit Gonarthrose ist Glucosaminsulfat (Dona® 200-S) drei Jahre lang geprüft worden (Lancet 357, 2001, 251).

Es stellte sich heraus, dass die Verschmälerung des Gelenkspaltes mit täglich 1500 mg des Präparates in dieser Zeit so gut wie nicht (0,06 mm) zunahm, mit Placebo wurde der Spalt dagegen um 0,31 mm schmaler. Untersucht wurde mit anteroposterioren Röntgenaufnahmen.

Zudem berichten die Studienautoren von einer leichten Zunahme der Arthrosesymptomatik (Steifigkeit, Funktionsverlust, Schmerzen) in der Placebo-Gruppe. Mit dem Präparat nahm die Symptomatik der Patienten dagegen ab. (slp)

Quelle: Ärztezeitung.de

Auszug:

In Anbetracht dessen wurden Arzneimittel entwickelt, die potentiell in das arthritische Geschehen eingreifen, damit eine spezifische klinische Wirksamkeit besitzen und möglicherweise sogar den durch die Arthrose induzierten Veränderungen der Gelenkstruktur entgegenwirken. Glucosaminsulfat – dona® 200-S – ist als natürliches Aminomonosaccharid ein essentieller und bevorzugter Baustein der Glykosaminoglykane des Knorpels und der Hyaluronsäure in der Synovia. Im Rahmen experimenteller Untersuchungen unter in-vitro und in-vivo Bedingungen konnte der Nachweis erbracht werden, dass Glucosaminsulfat bei der Arthrose auch strukturmodifizierende Eigenschaften besitzt. Eine Vielzahl von Tierexperimenten mit Glucosaminsulfat haben zu einer weiteren Klärung der Wirkungsweise der Substanz in klinisch therapeutischen Studien und in der täglichen Praxis beigetragen. Dabei kommt es zu einer Steigerung der Proteoglykansynthese und damit auch zu einer Verbesserung der Synoviaviskosität. Zusätzlich bewirkt Glucosaminsulfat eine Hemmung der für den Knorpelabbau verantwortlichen proteolytischen Enzyme und Zytokine. Ebenso wirkt es den durch Instabilität und mechanische Belastungen traumatisch bedingten Knorpel-Stoffwechselstörungen entgegen. Insgesamt führt es zu einer Regulierung des Gleichgewichtes von Knorpelauf- und abbau und hemmt damit den Untergang des Knorpelgewebes. Außerdem besitzt Glucosaminsulfat anti-inflammatorische Aktivitäten, ohne jedoch die endogene Prostaglandinsynthese zu beeinflussen. Daraus erklärt sich das sehr gute Nebenwirkungsprofil der Substanz.

In klinischen Studien wurde der Nachweis der Symptom-modifizierenden Wirkung von Glucosaminsulfat erbracht. Eine umfangreiche in Frankreich durchgeführte multizentrische Studie von Rovati et al. (1997) erwies sich als die beste Darstellung des klinischen Profils von Glucosaminsulfat bei der Behandlung von Arthrosesymptomen. Es handelte sich um eine randomisierte, kontrollierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie an Patienten, die an einer medialen, femero-tibialen Arthrose litten. Im Verlauf der dreimonatigen Behandlung war Glucosaminsulfat signifikant wirksamer als Placebo und Piroxicam. Auch während der zweimonatigen Nachbeobachtung hatten die Patienten der Glucosaminsulfat-Gruppe geringere Beschwerden, während der Effekt von Piroxicam in dieser Zeit weitgehend zum Verschwinden kam.

Prospektive Dreijahresstudien (Reginster et al., 2001; Pavelka et al., Publikation in Vorbereitung) zeigen die langfristige Wirkung von Glucosaminsulfat auf das Fortschreiten der strukturellen Veränderungen und der Symptomatik der Gonarthrose. Während der dreijährigen Versuchsdauer kam es zu einer Verschmälerung des Gelenkspaltes in der Placebo-Gruppe, während in der Verum-Gruppe eine Verschmälerung durch Glucosaminsulfat verhindert wurde.

Resümee: Die nach den neuesten Empfehlungen für klinische Studien an Arthrosepatienten durchgeführten, randomisierten, kontrollierten Untersuchungen zeigen eindrucksvoll, dass Glucosaminsulfat – dona® 200-S – das erste Arthrosetherapeutikum ist, für das nachgewiesen werden konnte, dass die fortschreitende Degeneration des Gelenkknorpels verhindert werden kann. Außerdem besitzt die Substanz antiinflammatorische Effekte und ein äußerst günstiges Nebenwirkungsprofil. Glucosaminsulfat zeichnet sich also nicht nur durch symptommodifizierende Eigenschaften höchster EbM-Kategorie , sondern auch durch struktur- und damit insgesamt krankheitsmodifizierende Eigenschaften aus. Quelle: dr-schilke.de/article.php?sid=90

 

Weiteres : http://www.paracelsus.de/frames.html?/heilv/natur_03.html