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Dynamix IHT Beschlagsanleitung:

mit freundlicher Genehmigung der Fa. IHT Dynamix GmbH

Für die einwandfreie Funktion des DyamixIHT sind bei seinem Aufbringen einige wesentliche Punkte zu beachten:

1. Vorbereitung der Hufe:

Der DynamixIHT ist breiter als herkömmliche Hufeisen. Beim Ausschneiden der Sohle ist auf einen breiteren Tragrand zu achten.

Innerhalb der weißen Linie sollte der Tragrand der Sohle zumindest so breit wie die Hufwand sein. Darüber hinaus ist beim Ausschneiden des Strahls darauf zu achten, dass dieser beim Auffußen vom Steg Bodenkontakt wie beim barhufigen Pferd erhält, deswegen sollte der Spalt, zwischen Steg und Strahl nicht mehr als 5mm betragen. Mit Material ausfüllen wird empfohlen.

Sehr wichtig ist das plane Raspeln der Tragränder, sowie das Raspeln der  Zehenrichtung, wie sie vom Beschlag vorgegeben ist

Die Eckstreben sollten erhalten bleiben und nur so weit gekürzt werden, dass diese auf  dem Niveau der Trachten liegen.

2. Auswahl der Hufschutz-Größe:

Dabei ist zu beachten, dass nicht die kleinstmöglichere Größe sondern die nächst größere Abmessung heranzuziehen ist.

Der Hufschutz muss breit genug sein um auch im Bereich der seitlichen Aufzüge etwas überstehen zu können(ca.2mm). Die Länge des Hufschutzes sollte bis über die Ballen reichen.

Zu beachten ist weiteres, dass die steilere, mehr belastete Wand geringfügig mehr Überstand aufweist, als die nicht so belastete

3. Anzeichnen der Aufzugspositionen und Einlassen der Aufzüge:

Zum Anzeichnen der Aufzugspositionen ist zuerst die Hufmitte auszumachen.

Die Mitte zwischen den Hufballen und der Strahlspitze ergibt eine reale Linie, die bis zur Zehe verlängert wird. An der Zehe wird markiert.

Nun wird der Hufschutz so an den Huf gehalten und ausgerichtet, dass die Zehenkappenmitte und die Stegmitte mit der Hufmittellinie fluchtet.

Mit dem Marker wird der vordere, fixe Zehenaufzug angezeichnet und eingelassen.

Der Hufschutz wird mit den befestigten, eingeschobenen Seitenaufzügen an- bzw. untergehalten und die Umrisse der Aufzüge an der Hufwand markiert. 

Bei den vorderen Hufen empfehlen wir, die seitlichen Aufzüge in der Hufwand leicht zu versenken um eine Dreipunktfixierung des Hufschutzes am Huf zu haben um damit den Verdrehungskräften standzuhalten.  Achtung auf die Hornqualität !

Jetzt wird die weiße Linie mit dem Marker nachgezogen um sicher zu sein, dass man diese durch den durchsichtigen Hufschutz-Grundkörper gut sieht (Kräftige Markerfarbe)

Die Ausnehmungen können mit Raspel, Hufmesser oder Fräse eingearbeitet werden

Die Ausnehmung soll etwas steiler als die Hufwand ausgebildet sein, am besten parallel zum 

Winkel  der seitlichen Aufzüge

Mit der größeren Hufraspel , wie auch mit der teils besser geeigneten, kleineren, halbrunden Raspel wird zuerst mit der Raspelkante, der Aufzugmarkierung entlang, die Hufwand angeraspelt. 

Dann wird das Material dazwischen grob abgeraspelt. Anschließend wird mit dem Hufmesser gearbeitet. Damit ist recht gut die endgültige Ausnehmung für die Aufzugskappe in der Hufwand anzuarbeiten. Durch wiederholendes Hufschutzanhalten ist gut die Ausnehmung mit der Winkelung abzustimmen und zu kontrollieren. 

Beim Anarbeiten mittels (Dremel) Fräse ist auf das Scheuverhalten des Pferdes Acht zu geben.

Auch mit einem 8-10mm großen Stirnfräser ist die Ausnehmung rasch anzuarbeiten.

Die Seitenaufzüge werden aufgesetzt, in der Hufwand integriert, außermittig aufgenagelt

4. Befestigung des Hufschutzes:

Zum Aufnageln sind unbedingt die zum Nagelkanal passenden Nägel (köpfe) zu verwenden. Für den DynamixIHT sollen generell schlankere Nägel verwendet werden, da er leichter ist und ein schlanker Schaft weniger Druck in der Wand erzeugt. Wir empfehlen folgende Abmessungen: 

 

Hufschutzgrösse 120 - E3SL/E4SL, wenn Huf stabil ist, auch MX50 

Hufschutzgrösse 130/140 - E4, E4SL, E5 alternativ auch MX60

Hufschutzgrösse 150 - E5/E5SL

Hufschutzgrösse 160 - E6/E6SL

Üblicherweise wird mit den Zehennägel begonnen, dann hinter den seitlichen Aufzügen genagelt.

Jetzt werden die seitlichen Aufzüge eingeschlagen damit sie an der Wand satt anliegen.

Da die Aufzugskappen asymmetrisch genagelt werden, auf sattes Anliegen der Aufzugskappen achten. Die Nägel werden durch die Aufzugsrippung genagelt. Nagel etwas flacher ansetzen, um eine Ablenkung durch den Kunststoff des Aufzugs zu vermeiden

5. Vernieten:

Die Nietbettherstellung und das Vernieten der Nägel geschieht wie beim herkömmlichen Beschlag. Mit Nietzange bzw. Hammer wobei mit dem Griff der Huf­zange gegengehalten wird. Nicht mit „Schraubzwingensystem“ abnieten, zu hoher Sohlendruck möglich

6. Zuschneiden des Hufschutzes:

Nach dem Vernieten sollte der Hufschutz entsprechend der Hufform angepasst werden. 

Das überschüssige Material kann mit Hufzange, einem Messer oder Raspel weggenommen werden.

den. Auf ausreichenden Überstand (ca.2mm), vor allen Dingen nach den Aufzügen, achten

Mit der Hufraspel wird der Hufform und der Hufwandschräge nach, der Hufschutzgrundkörper angepasst. Wichtig: Im Trachtenbereich den Überstand 45° anschrägen

Zusammenfassend wird aufgezeigt, wodurch der DynamixIHT gut sitzt:

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